
Das Unternehmen IDENTA aus Villingen-Schwenningen bietet eine umfassende Abdeckung der Ausweiskette: RFID-Karten und Schlüsselanhänger, optische sowie elektronische Personalisierung, Sicherheitsmerkmale, Kartendrucker, Lettershop und mit IDECardWeb ein eigenes Kartenmanagementsystem. Die Anforderungen an die Qualität sind entsprechend hoch; das Unternehmen ist unter anderem nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und ISO 21434 zertifiziert und hat die TISAX-Prüfung bestanden.
Als Senior Key Account verantwortet Adrian Rach dort einen Teil der Automotive-Projekte und die Zutrittskontrolle im Unternehmen. Er schildert eine Situation, die vielen Kartenproduzenten bekannt ist: Alles im Prozess ist kontrolliert, bis auf das eine Element, das der Kunde selbst liefert.
«Vor Photo Collect handelte es sich um zahlreiche Bitmap-Dateien, und die Qualität war schlecht. Und dann gab's auch immer die Reklamation vom Endkunden, weil das Foto auf der Karte einfach schlecht aussieht.»
Hier liegt der entscheidende Kostenfaktor. Ein schlechtes Bild fällt nicht dem Absender auf die Füsse, sondern dem Produzenten. Bevor jemand merkt, dass die Vorlage nie brauchbar war, ist die Karte bereits gedruckt, personalisiert und verschickt worden.
Heute erfolgt die Erfassung über Photo Collect, und IDENTA holt die fertigen Bilder technisch selbst ab.
«Die Bilder ruft ihr über die REST-API bei uns ab. Der Endkunde hat am Schluss nichts mehr mit dem Prozess zu tun; er genehmigt lediglich die Bilder. Das ist einfach eine clevere Lösung.»
Der gesamte Prozess zwischen Einladung und Abruf umfasst: Upload über Smartphone, Kiosk, App oder QR-Code, KI-Validierung der Schärfe, Beleuchtung, Kopfhaltung und Hintergrund, Qualitätskontrolle, Zuschnitt und Hintergrundersatz. Was IDENTA per Schnittstelle erhält, ist ein druckfähiges, ICAO- und ISO-konformes Bild und kein Ordner, den jemand nochmals durchsehen muss.
Wichtig ist, wo der Aufwand hingeht. Er ist nicht beim Partner verschwunden, sondern beim Kunden des Partners:
«Der Kunde kann seine Bilder viel einfacher und smarter sammeln. Er hat keinen internen Aufwand mehr; er kann es einfach abgeben. Der Endkunde profitiert enorm.»
Für IDENTA ist das ein wichtiges Verkaufsargument. Kartenqualität, Preis und Lieferzeit sind die Faktoren, die man vergleicht, wenn man die Ausweisproduktion ausschreibt. Selten wird in der Ausschreibung die Frage behandelt, wer die 4'000 Mitarbeiterfotos zusammenträgt, aber diese Entscheidung beeinflusst, wie das Projekt intern wahrgenommen wird.
Ein weiterer Effekt betrifft die Sicherheit der Ausweiserstellung. An allen Orten, wo Menschen ihr Bild selbst hochladen, wird getestet, was das System akzeptiert. Im Hochschulumfeld ist dieses Muster bekannt.
«Im Bereich der Studierenden hatten die Studentenausweise oft gefälschte Bilder. Das können wir jetzt herausnehmen. Auf diese Weise können die Kunden, die die Karten bestellen, sicher sein, dass auf der Karte echte Menschen und keine Micky Mäuse oder Prominente abgebildet sind.»
Die Validierung identifiziert Comicfiguren, bekannte Gesichter, Gruppenbilder und Objektaufnahmen, bevor eine Karte erstellt wird. Für IDENTA ist das keine Komfortfunktion, sondern die Garantie, dass ein ausgelieferter Ausweis auch tatsächlich als Ausweis funktioniert. Ein falsches Gesicht ist bei einem Zutrittsmedium kein Schönheitsfehler.
Ausweisprojekte treten selten gleichmässig auf. Sie erscheinen als Rollout, als Kartentausch, als Beginn des Semesters. Genau dann wird deutlich, ob eine Erfassungslösung skaliert.
«Der Endkunde hat uns über euch knapp 30'000 Bilder geschickt. Ihr habt sie innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und zurückgeschickt, sodass wir den Ausweis direkt in den Druck geben konnten.»
30'000 Bilder, ein Arbeitstag, keine Zwischenstufe. So unterscheidet sich ein Grossprojekt, das man annimmt, von einem, das man kalkulatorisch lieber ausschlägt. Möglich macht das die Kombination aus einer automatisierten Vorprüfung, die in der Praxis rund fünfmal mehr direkt verwendbare Bilder liefert als ein roher Upload, und einer manuellen Qualitätskontrolle, bei der etwa 3'000 Fotos pro Person und Arbeitstag geprüft werden.
Der Fall IDENTA lässt sich in drei Punkten übertragen:
Photo Collect ersetzt keinen Prozess, es schliesst eine Lücke. IDENTA behält das Kartenmanagement, die Personalisierung und den Druck bei. Es wurde lediglich der Schritt angebunden, der zuvor unstrukturiert war. Der Abruf erfolgt über eine REST-API, alternativ via sFTP oder ZIP, und kann auf Wunsch mit OpenPGP-Verschlüsselung erfolgen.
Der Endkunde erkennt den Nutzen, nicht nur der Partner. Der Partner gewinnt ein Argument, verliert jedoch einen Reklamationsgrund. Der Auftraggeber hat den spürbaren Vorteil, dass er die Fotobeschaffung abgeben kann.
Spitzenlast wird planbar. Wer 30'000 Ausweise in einem Rollout produziert, benötigt keine zusätzliche Kapazität für die Bildaufbereitung mehr.
Kartenproduzenten, Anbieter von Kartenmanagementsystemen, Integratoren von Zutritts- und Zeiterfassungssystemen sowie Ausstatter von Hochschulen, Verkehrsbetrieben und Behörden sind am ehesten betroffen. Sie eint, dass sie das Personenbild unbedingt brauchen, aber nicht daran verdienen.
Personenbilder zählen zu den besonders schützenswerten Daten. Bei Partnern, die Behörden, Verkehrsbetriebe oder Industriekunden beliefern, ist dies ein Prüfpunkt im Beschaffungsprozess. Photo Collect läuft in einem Schweizer Rechenzentrum, das ISO-27001-zertifiziert ist. Die KI-Modelle sind selbst entwickelt; es werden keine ausländischen Cloud-Dienste oder generative KI verwendet.
Falls Sie Ausweise erstellen, Systeme integrieren oder Ausweisprojekte betreuen und die Bilderfassung heute Aufwand verursacht, der nicht bezahlt wird: Lassen Sie uns darüber reden, wie eine Anbindung in Ihrem Fall aussehen könnte. Wie sich der Prozess für Ihre Kunden anfühlt, sehen Sie in unter zwei Minuten selbst – Testfoto erfassen.
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